Mitri Raheb

 

Bethlehem hinter Mauern.

Geschichten der Hoffnung aus einer belagerten Stadt.

 

 

Hoffnung trotz Ausnahmezustand

In Bethlehem hinter Mauern nimmt der Autor Mitri Raheb seine Leserschaft mitten hinein in ein belagertes und zuletzt auch ummauertes Bethlehem, wo nicht mehr Touristen und Pilger dominieren.

In den tagebuchartigen Abschnitten beschreibt Raheb die Haerte eines Lebens im Ausnahmezustand. Dazwischen laesst er theologische Reflexionen seines Tuns als lutherischer Pfarrer einfliessen.

Er beschreibt eindruecklich die Bedrohung bei den Kaempfen im Fruehjahr 2002, schildert Begegnungen mit israelischen Soldaten und die Not der Menschen waehrend der Ausgangssperren.

Raheb, der in Deutschland Theologie studiert und promoviert hat, ist Pfarrer in Bethlehem. Er schildert was fuer ihn Hoffnung heisst in einer Zeit, die wenig Anlasss zum Hoffen gibt.

Er legt dar, dass diese christliche Hoffnung unerlaesslich ist auf dem Weg zum Frieden, heraus aus der Rolle des Opfers hin zum Friedenstaetter, zum Friedensstifter.

Damit fordert er auch uns Christen im Westen heraus.

Ein Buch nicht nur fuer diejenigen, die sich den palaestinensischen Christen verbunden fuehlen, sondern auch fuer jene, welche im Bemuehen um eine gerechtere Welt zu verzagen drohen.

Ein echtes Mutmachbuch, ein Buch, das die Mauer nicht aufhalten kann.

 

 

From:

Andreas Maurer (Rezensent), Schneller – Magazin fuer christliches Leben im Nahen Osten, "Bethlehem hinter Mauern. Geschichten aus einer belagerten Stadt", Stuttgart, 2005, Heft 3