Sommerzeit – Lesetipps

 

Bethlehem hinter Mauern. Geschichten der Hoffnung aus einer belagerten Stadt. Von Mitri Raheb

 

 

Der Pastor der evangelisch- lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem, Mitri Raheb, erzaehlt von Begegnungen und Erfahrungen waehrend der zweiten Intifada ab dem Herbst 2000.

Damals hatten israelische Soldaten nicht nur seine Heimatstadt besetzt, sondern waren auch in sein Haus und ins Gemeindezentrum eingedrungen- und haben die Einrichtung auch teilweise zerstoert.

Mitri Raheb, der in Deutschland Theologie [studierte] und in Marburg seinen Doktortitel erwarb, schildert aber nicht nur das Bedraengende, sondern laesst immer wieder die Hoffnung durchscheinen.

Mitten in der Zeit des Krieges beginnt Raheb mit seiner Gemeinde den Neuaufbau. Sein Credo lautet:

"An der Hoffnung in Zeiten des Krieges festzuhalten, gibt dem Wort Hoffnung eine neue Bedeutung. Es ist nicht laenger etwas, das wir sehen, sondern etwas, das wir ausueben,...etwas, das wir pflanzen. (...)

Denn wenn wir heute nichts pflanzen, waechst morgen nichts.

Aber wenn wir heute einen Olivenbaum pflanzen, wird es morgen Schatten geben, unter dem die Kinder spielen koennen, dann wird es Oel geben, das unsere Wunden heilt- und es wird Olivenzweige geben, mit denen wir winken werden, wenn der Friede kommt."

 

Rezension: Holger Gohla

 

From:

SWR1 Sonntagmorgen, Sommerzeit – Lesetipps, "Bethlehem hinter Mauern. Geschichten der Hoffnung aus einer belagerten Stadt", 21.August 2005